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Mir werden auf meiner Reise immer wieder die selben Fragen gestellt. Hier sind die meisten davon, samt Antworten:

Wie viele Kilometer fährst du am Tag? Zwischen 0 und 200 – je nach Lust und Laune, abhängig vom Straßenbelag, von Wind und Bergen. Im Durchschnitt an die 100. Allerdings fahre ich nicht jeden Tag. Im ersten Jahr saß ich von 365 Tagen „nur“ 208 im Sattel.
Die längste Tages-Etappe? 203 Kilometer bei einem Durchschnitt von über 25 Km/h: Westsahara, weitgehend flach, Rückenwind, Aspahlt.
Die langsamste Tages-Etappe? Kongo, 29. Juli 2009, durch die steilen Berge und versandeten Täler entlang des Tanganyika-Sees: trotz aller Mühen nicht über einen Durchschnitt von 8,78 Km/h hinausgekommen.
Wie finanziert man so eine Reise? Man spart.
 Wie viel gibst du am Tag aus? Zwischen 0 und 200 Euro... Das Visum für die Zentralafrikanische Republik kostete mich 187 Euro! Aber auch ein Bier kann teuer werden. Im Kongo verlangte man für eine 0,6 Liter Flasche zwischen 80 Euro-Cent und 3 Euro 50 – je weiter weg von der „Zivilisation“ desto teurer.
Hast du keinen Sponsor? Nein. Freiheit.
Warum machst du die Reise mit dem Fahrrad? Es ist die beste Art mit den Menschen in Kontakt zu kommen. Man hält da, wo andere mit dem Motorrad, im Auto oder Bus vorbeirauschen. Man kommt da hin (zum Beispiel im Kongo), wo es mit Motorrad, Auto oder Bus unmöglich ist. Außerdem kann man (anders als zu Fuß) öde Strecken relativ schnell hinter sich bringen.
 Fühlt man sich nicht manchmal schrecklich einsam? So eine Frage kann nur ein Weißer stellen! Nebenbei bemerkt: Einsamkeit empfinde ich nicht als schrecklich.
Aber schrecklich anstrengend ist es manchmal schon? Ja, aber ich liebe den Sport und quäle mich gerne, weil ich dann das Leben spüre. Außerdem kommt nach jeder Qual ein Hochgefühl – das ist wie beim Bergsteigen, wenn man den Gipfel erreicht.
Die schönste Strecke? Im Senegal bei Ebbe am Strand entlang. In Guinea-Conakry durch die Berge des Fouta Djalon. In Mali mit dem Boot über den Niger nach Timbuktu. Im Kongo durch den Dschungel. In Namibia durchs Kaokoveld zu den Himba.
Lieblingsland? Guinea-Conakry, Kongo, Namibia
Tipp für Afrika-Einsteiger? Namibia
Das größte Abenteuer? Kongo
 Nie bestohlen worden? Nein, bis heute nicht.
Die größte Gefahr? Der Autoverkehr, vor allem in und rund um Großstädte wie Lomé in Togo, Cotonou in Benin oder Lusaka in Zambia.
Angst gehabt? Ja, als in Zambia eine Elefanten-Mama keine zehn Meter von mir entfernt einen Schritt auf mich zuging.
Der größte Schock? Als ich nach über 3 Monaten durch die Zentralafrikanische Republik und den Kongo keine Milchprodukte mehr vertrug.
Die schwierigste Situation? Wenn ein Afrikaner fragt, warum Europa so reich ist – und Afrika so arm.
Was ging unter die Haut? Sierra Leone: das Leben nach dem Krieg: die Armut, die aufgeblähten Bäuche der Kinder, die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
Was war das Beeindruckendste? Die Lebensfreude der Menschen und ihre Begeisterung für Musik. Trotz aller Armut fast immer ein Lächeln im Gesicht, tänzelnd durchs Leben, freundlich, hilfsbereit, interessiert...
Verliebt? Immer wieder. Ins Leben.

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